MAHABODHI
Buddhistische Begegnungsstätte
Meditationsabende
"Zeit für Stille"
Die Lehre Buddhas ist zeitlos. Obwohl sie fast 2.600 Jahre alt ist, ist sie heute noch genauso relevant und aktuell wie damals. Seit Tausenden von Jahren praktizieren Menschen Meditation, um ihr geistiges Wohlbefinden zu fördern und ein tieferes Verständnis ihrer selbst zu entwickeln. Diese Praxis umfasst eine Vielzahl von Techniken, die darauf abzielen, einen Zustand geistiger Ruhe, inneren Friedens und mentaler Klarheit zu erreichen. Geistige Ruhe ist entscheidend für das persönliche Wohlbefinden und steht in direktem Zusammenhang mit emotionaler Stabilität sowie einer besseren Entscheidungsfähigkeit. Zudem trägt sie zu nachhaltigem inneren Frieden bei. Die Praxis der "buddhistischen" Meditation geht jedoch weit über eine bloße Beruhigungs- und Entspannungstechnik hinaus. Sie ist eine disziplinierte Methode zur Entwicklung und Kultivierung eines klaren und positiven Geisteszustands. Darüber hinaus bietet sie die Möglichkeit, durch Einsicht in die wahre Natur des Daseins geistige Freiheit zu erlangen.

Die Meditationsabende finden regelmäßig mittwochs von 19:00 bis 20:30 Uhr statt.
Die Teilnahme an der Meditation ist ohne Anmeldung und auf Spendenbasis.
An den Meditationsabenden werden folgenden Meditationen praktiziert:
Metta Bhāvanā
Das Ziel dieser Praxis besteht darin, eine wohlwollende Haltung gegenüber sich selbst, allen anderen Lebewesen und der ganzen Welt zu kultivieren. "Bhāvanā" bedeutet u.a. "kultivieren" oder "entwickeln". Der Begriff "Metta" bedeutet übersetzt "Freundschaft". Metta wird aber auch oft mit Liebe oder Güte übersetzt. Durch Metta Bhāvanā können die vier unermesslichen Geisteszustände entwickelt werden. Diese sogenannte Brahmaviharas umfassen neben Metta auch Mudita (Mitfreude), Karuna (Mitgefühl) und Upekkha (Gleichmut).
Samatha Bhāvanā
Samatha bezeichnet ein ruhiges Verweilen des Geistes. In der Samatha- bzw. Ruhemeditation wird der Geist auf die Atmung ausgerichtet. Sobald festgestellt wird, dass der Geist abgelenkt ist, wird er wieder auf die Atmung gerichtet, bis er schließlich stabil darauf ausgerichtet ist. Wenn die Aufmerksamkeit über längere Zeit stabil ausgerichtet ist, treten Sinneswahrnehmungen in den Hintergrund und können tiefe Zustände der Versenkung erreicht werden.
Vipassana Bhāvanā
Der Begriff "Vipassana" bedeutet "klar sehen" und wird oft mit "Einsicht" übersetzt. Die Vipassana- bzw. Einsichtsmeditation ermöglicht es, durch die Entwicklung von Achtsamkeit Körper und Geist klar bewusst zu werden und das Entstehen und Vergehen von allen körperlichen und geistigen Erscheinungen zu untersuchen. Diese Untersuchung führt zu Einsicht in die wahre Natur von Körper und Geist und damit zu befreienden Erkenntnissen.
Sitzen in Stille
Das Sitzen in Stille kann als eigenständige Praxis durchgeführt werden. Hier ist es jedoch als abschließende Meditation gedacht, in der sich die drei vorherigen Meditationen vereinen. Obwohl wir beim Sitzen in Stille nichts tun, ist es kein passiver, sondern ein aktiver Zustand der Präsenz. In diesem "Nur-Sitzen" geben wir dem Geist Raum, um einen Zustand absichtloser, wacher Offenheit zu erreichen. Einen Zustand des vollkommenen Friedens.
Diese vier Meditationspraktiken bilden ein in sich geschlossenes System, bei dem jede Meditation auf der vorherigen aufbaut.
Zusammen ermöglichen sie bei regelmäßiger Praxis eine grundlegende Transformation des Geistes.

In Buddhas Fußspuren
Leben und Lehre des Buddha
Wilco Grootenboer
Wer war Siddhattha Gotama, der historische Buddha?
Dieses Büchlein erzählt seine Lebensgeschichte anhand historischer Fakten und gibt einen Einblick in die buddhistische Lehre.
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